Herzlich willkommen auf den Seiten der Burschenschaft Teutonia Jena!

Wir freuen uns über Dein Interesse an unserer Verbindung, der ältesten Burschenschaft in Deutschland. Wir hoffen, mit unserer Auswahl an Informationen über unsere Burschenschaft ein interessantes Angebot für Dich zusammengestellt zu haben und Dein Interesse an uns zu wecken. 

Auf dieser Website findest Du Informationen über uns, das Studentenleben in Jena und die Aktivitäten "auf dem Teutonenhaus“. Des Weiteren wirst Du unter den einzelnen Rubriken kurze Einblicke über unsere Geschichte finden, sowie was es heutzutage heißt einer Studentenverbindung anzugehören und welche Möglichkeiten sich dadurch für Dich eröffnen.

Schreibe uns bei aufkommenden Fragen eine E-Mail oder besuche uns auf unserem Haus in Jena, Am Steiger 17. Wir freuen uns jederzeit über ein persönliches Gespräch und heißen Gäste herzlich willkommen.

 

Geschichte der Burschenschaft Teutonia

Als einer der Zweige der Urburschenschaft gehen die Wurzeln der Studentenverbindung Teutonia Jena auf die Gründung der Urburschenschaft vor 200 Jahren am 12. Juni 1815 vor dem Gasthof "Grüne Tanne" zurück. Die beiden anderen Zweige der Jenaischen Burschenschaft sind Arminia auf dem Burgkeller und Germania.

Die Urbuschenschaft wurde nach den Napoleonischen Befreiungskriegen von Jenaischen Studenten am 15. Juni 1815 gegründet. Jenaer Studenten kämpften im Lützower Freicorps gegen die Napoleonische Besetzung von Deutschland. Nach dem Sieg 1813 über Napoleon gründeten die Studenten die Burschenschaft, heute Urburschenschaft genannt, und legten die Fahnen und Farben der Landsmannschaften ab. Als Fahne wählten sie Schwarz-Rot mit goldener Perkussion, die sie aus den Farben der Uniform des Lützow'schen Freicorps ableiteten. Ihre Ziele formulierten sie in den Wartburgbeschlüssen 1817, z.B.: "Die politische Zerrissenheit Deutschlands soll der politischen, religiösen und wirtschaftlichen Einheit weichen. Ein Deutschland ist, und ein Deutschland soll sein und bleiben." "Deutschland soll eine konstitutionelle Monarchie werden. Die Minister sollen der Volksvertretung verantwortlich sein. 

Alle Deutschen sind vor dem Gesetz gleich und haben Anspruch auf ein öffentliches Gerichtsverfahren vor Geschworenengerichten nach einem deutschen Gesetzbuch. Sicherheit der Person und des Eigentums, Abschaffung der Geburtsvorrechte und der Leibeigenschaft sind ebenso verfassungsmäßig zu sichern wie besondere Förderung der bislang unterdrückten Klassen. An der Stelle der stehenden Heere tritt die allgemeine Wehrpflicht (Landwehr und Landsturm). Rede- und Pressefreiheit sind verfassungsmäßig zu garantieren."

Diese und andere Grundsätze sind inzwischen im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschlad aufgenommen worden. 

Nach dem Wartburgfest 1817 wurde 1819 die Burschenschaft verboten. Daniel August von Binzer schrieb dazu im Vers 7 seines Liedes zur Auflösung der Burschenschaft: Das Band ist zerschnitten, war Schwarz-Rot und Gold, und Gott hat es gelitten, wer weiß, was er gewollt.

Die Urbuschenschaft gründete sich 1832 wieder. In diesem Jahr wurde auf dem Hambacher Fest erstmals die freiheitlichen Farben Schwarz, Rot und Gold öffentlich gezeigt. Nach verschiedenen Auseinandersetzungen über das Wesen der Burschenschaft wurde am 28. Februar 1845 unsere Teutonia in heutiger Form gegründet.

Die Urburschenschaft Teutonia Jena ist eine Studentenverbindung seit 200 Jahren. Wir verstehen heute, wie zur Gründungszeit, den Wahlspruch

– EHREFREIHEIT und VATERLAND als Eintreten für Menschenwürde und demokratischen Rechtsstaat, in dem deutsche Interessen ihren Fürsprecher und Verteidiger finden. Dies schließt europäische Verankerung und Verantwortung gegenüber anderen gleichermaßen friedfertigen Völkern der Welt ein. Unsere Ehre soll hochstehen, aber nicht über anderen. Unsere Freiheit soll nicht mindere Freiheit anderer bedeuten. Wir waren, sind und bleiben parteipolitisch unabhängig, offen für alle Demokraten.

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